Das Erlebnis, das Sie hier erwartet, ist wahrlich exklusiv, denn Sie werden zu den ganz Wenigen gehören, die die Sixtinische Kapelle und die Stanzen des Raffael noch vor Öffnung der Vatikanischen Museen betreten, und damit diese Meisterwerke so genießen können wie dies ursprünglich nur Päpste und Fürsten vermochten. Unter solch optimalen Bedingungen lassen sich diese Werke unvergleichlicher Schönheit viel besser bewundern, in ihrer Bedeutung tiefer erschließen und deren Details und Kuriositäten eingehender würdigen. Mit unseren Kommentaren werden wir Ihnen helfen, sich den kulturellen Kontext vor Augen zu führen, in dem diese Werke entstanden, und so einzutauchen in das Klima der Renaissance, in die Leidenschaften, die Künstler und Fürsten, Händler und Bankiers antrieben, eine neue Welt zu schaffen. Eine Welt voller nie gesehener Paläste, Kuppeln und Städte, mit dem Ziel, den Menschen in seiner ganzen Größe erkenntlich zu machen. Auf diese Weise werden sie diese glückliche Ära der Menschheit erschließen, in der die Blüte der Kunst sich verband mit der Entwicklung der Wissenschaften, welche die Grundlagen der Moderne legten, mit so spannenden Ergebnissen wie etwa den Gesetzen der Perspektive, die Erfindung des Drucks, der Spiegel und der Kartografie, die es Kolumbus möglich machte, die neue Welt zu erreichen.
Die Sixtinische Kapelle und die Stanzen des Raffael
In einer Zeit von extremem kulturellem Eifer lassen zwischen 1508 und 1511 Michelangelo und Raffael in Rom Meisterwerke entstehen, die in der Kunstgeschichte unübertroffen sind. Nur wenige Meter voneinander entfernt arbeitet der eine in der Sixtinischen Kapelle, der Privatkapelle des Papstes, und der andere in den Gemächern des Papstes, des berühmten Julius II., einer spannungsreichen Figur, melancholisch und impulsiv, der man schwerlich ein außerordentliches künstlerisches Gespür absprechen kann. Tatsächlich war er es, der darauf bestand, dass Michelangelo, schon ein berühmter Bildhauer, doch mit geringer Mal-Erfahrung, die gesamte riesige Decke der Sixtina mit Fresken ausmalte, und der Raffael, nach den Erfolgen in Florenz, kaum in Rom angekommen, drängte, seine Gemächer mit Fresken zu schmücken. Nie wird das letzte Wort gesprochen sein über die Art, wie die beiden großen Künstler diesen stillen Konkurrenzkampf erlebten, wie einer über das Werk des anderen dachte und wie sich beide so gegenseitig in die Höhe trieben. Die wunderbaren Gestalten, die sie gemalt haben, werden allerdings für immer für sie sprechen, und im Lesen der Gesten, der Ausdrücke, der Geschichten der Menschheit und der Schöpfung, die sie erzählen, wird es möglich, sich in ihr Leben hineinzuversetzen, ihre Inspiration zu erahnen, ihrer Ideen und Leidenschaften gewahr zu werden. Wir werden Sie ins Bild setzen über die schwierigen Beziehungen zwischen den Beiden, über ihre höchst unterschiedlichen Charaktere, über viele falsche Legenden, die aufzubrechen sind – wie etwa der, dass Michelangelo die Decke alleine ausgemalt habe, was nur behaupten kann, wer weder die Fresko-Technik noch die Briefe Michelangelos kennt – über jene unvergleichlichen Jahre enormer Freiheit, in denen sich um die luxuriöse Tafel von Julius II., Leo X. oder Paul III. ganze Scharen von Künstlern und Kunstliebhabern versammelten, um leidenschaftlich über Philosophie, antike Werke und die großen laufenden Projekte zu diskutieren. Auf diese Weise wird es Ihnen gelingen, diese Werke mit der selben Unmittelbarkeit zu erleben, wie sie auch von den Zeitgenossen Michelangelos und Raffaels wahr genommen wurden, in einer Mischung von Verblüffung, Bewunderung und Empörung.
Die Vatikanische Pinakothek
Dieser Bereich der Vatikanischen Museen, glücklicherweise noch abseits aller touristischen Besuchswege, ermöglicht eine ganz familiäre Begegnung mit den einzigen in den Vatikanischen Museen befindlichen Werken von Leonardo da Vinci (der berühmte Hieronymus), Caravaggio (die bahnbrechende Kreuzesabnahme) und des letzten Werkes Raffaels (die wunderbare Verklärung), sowie weitere Meisterwerke von Giotto, Perugino und Tizian. Im Gang durch eine Reihe von Sälen, die in chronologischer Ordnung große Werke von Malern ab dem 12. Jh. umfassen, können Sie den Übergang von der Kunst des Mittelalters zu derjenigen der Renaissance mitverfolgen, der sich zeigt im Übergang von einem Blick auf den Menschen, seines Körpers und seiner irdischen Erfahrung, der ganz im Zeichen von Verfehlung und Sünde steht, hin zu einer neuen und freieren Auffassung von Wert und Bedeutsamkeit des Menschen. Im Lauf dieser Entwicklung werden nun die Figuren von Engeln, Heiligen und Märtyrern in Ausdruck, Intensität und Körperlichkeit entschieden menschlich und steigen von einer überirdischen Welt herab um die Erde zu bewohnen.
Die griechische und römische Kunst
Der Apoll von Belvedere, der Laokoon, der Torso von Belvedere und Dutzende anderer Werke von außergewöhnlicher Schönheit und Bedeutung werden in den Vatikanischen Museen in einem architektonischen Rahmen verwahrt, der an Schönheit und historischem Reichtum ebenbürtig ist. Über Jahrhunderte hinweg wurde dieser vergrößert von den Päpsten, die damit nicht nur die eigenen Gemächer zu erweitern suchten, sondern auch Platz schaffen wollten für ihre im Gefolge des großen Ausgrabungsfiebers, das Rom seit der Renaissance erfasste, ständig wachsenden Sammlungen. Was solche feinsten Kunstwerke wie etwa der Laokoon für die griechische Kultur in der bewegten Ära des Hellenismus bedeuteten, welches Gewicht sie hatten für die Römer, die deren unzählige beachtliche Kopien bewunderten, welche Emotionen und Einfälle dieses Werk in den Köpfen von Michelangelo und Raffael frei setzte, all dies werden wir auf unserer exklusiven Reise in die Kunst ausführlich thematisieren und Sie so entdecken und würdigen lassen, welches Drama von Menschen und Göttern dieses Werk mit unendlicher Ausdruckskraft zu erzählen vermag.
Weitere Werke
Die Sarkophage von Helena und Konstanza, Angehörige des Kaisers Konstantin, aus rotem Porphyr-Marmor mit dem interessanten Symbolismus des Frühchristentums, sowie weitere Werke und faszinierende Details in der Galerie der Kandelaber, der Galerie der Karten und der der Wandteppiche werden ihre gebührliche Beachtung erhalten, wie auch die Geschichte dieser prächtigen und manchmal spektakulären Paläste, die so viele kleine Geheimnisse verwahren.
Der Petersdom sowie der Vorplatz
Unser Rundgang durch die Basilika nimmt seinen Ausgang bei der Kreuzigung des Hl. Petrus im Zirkus des Caligula und geht über die verschiedenen Phasen der Ausbreitung des Christentums und der Verehrung des Apostelgrabes hin zur Erbauung der ersten Basilika im 4. Jh., über das darum entstehende Viertel zu den immer häufigeren Pilgerfahrten aus ganz Europa zu dieser Basilika. Weiterer Inhalt wird das große Erweiterungsvorhaben der alten Kirche sein und der 1506 auf Geheiß von Julius II. begonnene Neubau, welcher im Lauf von 120 Jahren die Entwürfe großer Architekten, darunter Bramante, Raffael, Michelangelo und Maderno aufnahm. Natürlich begleiten wir im Verständnis und emotionalen Fruchtbarmachen der großen Meisterwerke in dieser Basilika, darunter der Bronze-Baldachin des Bernini und die wunderbare Pietà des Michelangelo. Hinzu kommen im strengeren Sinn religiöse Werke wie die mittelalterliche Petrusstatue, die über Jahrhunderte bis heute Gegenstand ununterbrochener Verehrung ist, und den aufgebahrten Leichnam eines der großen Päpste, die die Herzen der Menschen berührt haben, des Johannes XXIII. Wir beschließen die Tour auf dem Petersplatz mit einer Analyse der genialen barocken Architektur des Bernini, die es vermag, mit außergewöhnlichen optischen Finessen den Vorplatz der Basilika zu dynamisieren, und mit einer kurzen Geschichte der großen Ereignisse, von den Papstwahlen zu den Jubiläen, die über die Jahrhunderte Abertausende von Gläubigen hier im Gebet zusammen geführt haben.
Eine große exklusive Reise, auf welcher sie eintauchen in die großen Begebenheiten, die bedeutenden Ideen und die hohe Kunst vergangener Zeiten, und damit wertvolle Kenntnisse, Eindrücke und Erinnerungen sammeln werden.
Für eine umfassende Führung durch die Stadt empfehlen wir Ihnen, unsere Kleingruppenführung Das Rom Caesars und Michelangelos zur antiken und modernen Stadt zu beachten, ebenso wie die zur Unterwelt Roms
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