Ein Tag in Pompeji und dem Archäologischen Museum von Neapel (von Neapel mit dem Auto): die vergrabene Stadt und ihre Kunst
Dauer: 6 Stunden plus Mittagspause
Preis für bis zu fünf Personen einschließlich Auto: 705 Euro
Buchen Sie jetzt mit 10% Ermäßigung: 640 Euro

Hauptsehenswürdigkeiten: Die komplette antike Stadt von Pompeji. Im Museum in Neapel: die Marmorstatue von Marcus Holconius Rufus, die wunderschönen Statuen der dakischen Gefangenen, die beiden Reiterstandbilder aus Marmor von Marcus Nonius Balbus, Vater und Sohn, die Kolossalstatuen der griechischen Dioskuren aus Baia; Sammlung Farnese mit dem Farnesische Herkules und dem Farnesische Stier, Gegenstände des täglichen Lebens, die bei den Ausgrabungen in Pompeji, Herculaneum, Stabiae und anderen Städten des Vesuvs gefunden wurden, die Bronzestatuen der Läufer aus der Villa dei Papiri in Herculaneum, Bronzestatue des Satyrs Ebbro, Mosaike mit Darstellungen wie die Schlacht Alexanders des Großen, die der reisenden Musiker und der Akademie Platons, Fresken, geheime Kabinett.

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Nachdem Sie von Bord gegangen sind, wird im Hafen ein Auto auf Sie warten und Sie nach Neapel fahren. Dort treffen Sie unseren Reiseführer und werden mit der Besichtigung beginnen. Am Ende der Führung werden Sie wieder zurück zum Hafen gebracht.

Beschreibung: Diese Tour ist in zwei Teile gegliedert: der erste findet in Pompeji statt, wo wir die gesamte Stadt erkunden werden und fast wie Geister in das Leben der Bewohner in den Tagen vor der Katastrophe schlüpfen werden. Der zweite Teil hingegen wird in den Ausstellungsräumen des archäologische Museums in Neapel stattfinden. Hier wurden die Fresken, die Statuen, die Kunstwerke und die Schmuckstücke, die über Jahrhunderte vom Magma verdeckt waren und während der Ausgrabungen nun ans Licht gekommen sind, langsam gesammelt und wieder ausgestellt. Sie bilden heute den zentralen Kern des Museums.

Pompeji
Es ist  der Vormittag des 24. Augustes des Jahres 79 v. Chr. als eine dichte schwarze Wolke aus dem Berg Vesuv steigt. Die Gestalt der Wolke erinnert an einen Pinienbaum; sie wächst ständig und nach einigen Stunden bedeckt sie den ganzen Himmel, während brennenden Steine anfangen, überall auf den Boden zu fallen. Die ganze Zeit über bebt die Erde und mitten am Tag, fällt plötzlich Dunkelheit auf Pompeji und seine Umgebung. Die schlimmste und lebensgefährlichste Phase der Eruption erfolgt nach wenigen Stunden, bei Sonnenaufgang des 25. Augusts. Das Meer tritt zurück und eine heiße dampfende Flut von Asche breitet sich mit orkanartiger Geschwindigkeit aus und begräbt Bäume, Menschen und alles was zu ihrem Lebensalltag gehörte, unter sich. Die Einwohner von Pompeji, die gerade dabei sind, sich vor den herabfallenden Steinen mit Kissen und Decken zu schützen und versucht sind, die Stadt zu verlassen, werden versteinert.

Pompeji wird völlig verschüttet und die Zeit bleibt stehen: Öllampen, Halsketten aus Edelsteinen, Gewichte, Gladiatorenhelme, Wasserleitungen und Entwässerungsrohre, Betten, Einschnitte am Eingang von Lebensmittelgeschäfte, Amphoren, Karren, Fresken in den reichen Häusern, Straßen, Küchengeräte aus Bronze und Eisen, Statuen von Göttern und sogar ein letzter Kuss von Liebenden: alles wird in seinem letzten Atemzug konserviert.

Von dieser Katastrophe besitzen wir zwei Berichte aus erster Hand: zwei außerordentliche und rührende Briefe von Plinius, dem Jüngeren. Als römischer Historiker war er zur Zeit des Vulkanausbruchs selbst in der Campania und beschreibt in diesen uns überlieferten Briefen seine eigenen Beobachtungen und das, was die Überlebenden ihm schließlich erzählten.

In unseren Führung werden wir versuchen, die ganze Stadt ein zweites Mal zum Leben zu erwecken, indem wir Ihnen von der Kultur jener Zeit und dem alltäglichen Leben der Menschen in Pompeji erzählen: Über die Rolle der Familie, die Beziehungen zwischen Generationen, die Stellung der Frau, die Hochzeiten, die Rolle der Sklaven, die Kleidung der unterschiedlichen sozialen Schichten sowie über die Politiker und die Stadtregierung, deren Methoden der Wahlpropaganda und vieles andere mehr. Außerdem soll zur Sprache kommen, wie Brot gebacken wurde, welche Handelsbeziehungen es gab, wie Kleider gefärbt wurden und wie kostbar das Olivenöl für diese Zeit war. Auch das religiöse Leben mit seinen verschiedenen Tempeln, Kulten, Glauben und Aberglauben sowie Begräbnisritualen lässt sich an der Ruinenstadt Pompeji gut veranschaulichen, wie auch der Stil des römischen Hauses. Wir werden die Zimmer eines antiken Hauses betreten und sehen, wie sie genutzt wurden, wie geheizt und wie und was gegessen wurde, z.B. die berühmte Garum- Soße. Wir werden einen Rundgang durch die Gärten machen, Wasserleitungen, öffentliche und private Beleuchtungseinrichtungen der damaligen Zeit kennen lernen und antike Toiletten sehen. Wir erklären die öffentliche Unterhaltung und erzählen von den Kämpfen, die zwischen der Fans rivalierender Gruppen gegnerischer Gladiatorenschulen stattfanden; wir werden Spuren von Leben in den Thermen, Tavernen und den verbreiteten Bordellen, in denen sowohl Frauen als auch Männer (im gesamten römischen Reich weit verbreitet) sich der freien Liebe hingaben, sehen. Wir werden das Forum und die Basilika von Pompeji sehen, die berühmten Häuser des Fauns und der Vettier, das großartige Theater und den Tempel der Isis. Diese großen und zeremoniellen Plätze sowie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten haben Geschichten und Geheimnisse zu erzählen, die sowohl faszinierend als auch historisch und Kulturell bereichernd sind.

Das archäologische Museum in Neapel
Die Ursprünge des archäologischen Museums in Neapel liegen weit entfernt und gehen auf das Jahr 1738 zurück, als Karl III. von Spanien, Gründer des neuen Königreiches von Neapel, eine Reihe von Ausgrabungen in der Gegend um Herculaneum in Auftrag gab. Dank der gewaltigen Quantität von Funden wurden die Ausgrabungen im Jahr 1748 auf Pompeji und im Jahr 1749 auf Stabiae ausgeweitet, wo man bis heute in einem fort gräbt, um weitere vergrabene Schätze der Geschichte ans Tageslicht zu befördern. Karl III. ist der Sohn von Elisabetta Farnese, Nachkomme der mächtigen Familie der Farnese und damit rechtlicher Erbe ihrer äußerst großen Sammlung römischer Antiquitäten, die später ins Museum von Neapel gebracht wurde. Die Sammlungen, die das Museum heute zeigt, sind wahrhaft außergewöhnlich. Zur Bestätigung reicht es, daran zu erinnern, dass nur eine kleiner Teil dieser Sammlung, die sich seit 1750 in der königlichen Villa in Portici- Herculaneum befand, Neapel bereits damals für die Liebhaber der Gran Tour, zu einer obligatorischen Etappe machten. Die Gran Tour war eine Reise, die die jungen europäischen Aristokraten unternahmen, um hier ihre Ausbildung in der klassischen Kunst und in der mediterranen Kultur zur Perfektion zu führen.
Neben einer beträchtlichen Anzahl an Inschriften und fein geschnitzten Sarkophagen und Vasen, die aus verschiedenen Regionen Süditaliens kommen, bewahrt das Museum zahlreiche Skulpturen auf: die Marmorstatue von Marcus Holconius Rufus in militärischem Habitus, der bedeutendste Bewohner Pompejis des augusteischen Zeitalters (ursprünglich im Zentrum der damaligen Stadt aufgestellt), die wunderschönen Statuen der Dakischen Gefangenen, die aus zwei verschiedenen Marmorqualitäten gearbeitet sind und die ursprünglich im Besitz der römischen Familie Colonna war, die beiden Reiterstandbilder aus Marmor von Marcus Nonius Balbus, Vater und Sohn, die aus Herculaneum stammen und die Kolossalstatuen der griechischen Dioskuren aus Baia sind nur einige der repräsentativsten Ausstellungsstücke.
Dann gibt es die Sammlung Farnese, mit Werken von großem Wert: der Farnesische Herkules, beeindruckend und mit massiven Muskeln während einer Ruhepause nach seinen legendären Unternehmungen. Er stellt mit seiner nachdenklichen Haltung eine römische Variante vom Beginn des 3. Jahrhunderts n.Chr. dar, im Vergleich zum Bronzeoriginal von Lisippo aus dem 4. Jahrhundert v.Chr., welches wesentlich heroischer und triumphierender ist. Ein tumultartiges Werk hingegen ist der Farnesische Stier, eine Skulpturengruppe, welche die schmerzhafte Strafe, die Dirke, gefesselt an den Beinen eines wütenden Stiers, als Bestrafung der Verbrechen, die sie begangen hat, erleiden muss. Die pyramidenförmige Aufstellung mit dem erhobenen Kopf des Stieres, von drohendem Zorn in seiner Bewegung erfasst und die erregbare Betonung der Personen, die an der Szene beteiligt sind, machen es zu einem einzigartigen Kunstwerk, welches sich nur mir der Laokoon- Gruppe in den Vatikanischen Museen vergleichen lässt. (Für weitere Informationen sehen Sie unsere Tour: Vatikanischen Museen und Sankt Peter: das tiefste Erlebnis der Kunst).
Der zentralste und größte Teil der Sammlung ist aber all das, was bei den Ausgrabungen in Pompeji, Herculaneum, Stabiae und anderen Städten des Vesuvs zum Vorschein kam, nachdem es während des Ausbruchs von 79 n.Chr. vergraben wurde: Schnallen, Ohrringe, Armspangen, Halsketten aus Gold und Smaragden gehören wohl zu den intimsten Funden, die uns bei der Entdeckung des Privatlebens der Frauen und Männer aus Pompeji helfen. Außerdem gibt noch die vielen Gegenstände des täglichen Lebens, die Vorgänger unserer Töpfe und Gläser, vor allem aus Silber, ebenso Kohlebecken, Dreifüsse, Waagen, Lampen und Rasseln vor allem aus Bronze und viele weiterer Kuriositäten. Die Bronzestatuen der Läufer aus der Villa dei Papiri in Herculaneum, mit ihren Augen aus Glasperlen, voller Tatendrang glühend und die Bronzestatue des Satyrs Ebbro in Zustand der göttlichen Verzückung sind weitere Meisterwerke, die das angemessene Verständnis und Bewunderung verdienen.
Die Dutzenden perfekt erhaltenen Mosaike mit hohem und gebildetem Anspruch oder auch mit alltäglichen und komischen Szenen, die von den Wänden oder von den Böden genommen wurden, wo die Lava sie über Jahrhunderte konservierte, haben keine vergleichbaren Entsprechungen in anderen Museen der Welt. Das Mosaik mit der Schlacht Alexanders des Großen, das der reisenden Musiker und der Akademie Platons sind wirklich erstaunlich und natürlich werden wir uns den Geschichten, die sie erzählen, den Plätzen, an denen sie gefunden wurden und ihren politischen und soziale Bedeutungen, die sie im Zusammenhang mit der römischen Kultur hatten, widmen.
Auch die Fresken, denen Sie sicherlich in den Schulbüchern begegnet sind, werden, wenn Sie ihnen gegenüber stehen, Emotionen in Ihnen auslösen, weil sie uns Gesichter der weit entfernten Frauen und Männer liefern, die Mythen und Geschichten, die ihre Leben erfüllten, die Bedeutung ihrer Religion mittels der Figuren der Götter und das Sich- Abnutzen Tag für Tag ihrer vergessenen Leben.
So können Sie sich nun langsam an all diesen ausgestorbenen und besuchten Orten Pompejis die Gesichter der Statuen, die Formen und Farben ihrer Einrichtungen, der Mosaike und Fresken, die die Räume belebten und den Leben der Reichen und auch den weniger gut situierten, den Kaufleuten und den Militärfunktionären, die hier lebten und Pompeji ausmachten, einen Sinn gaben, die lebhafte und laute kleine Stadt des römischen Reiches vor dem schicksalhaften August 79 n.Chr. vorstellen.
Wir schließen mit dem geheimen Kabinett ab – es sei denn, es ist ohne Vorankündigung geschlossen, wie es leider ab und zu passiert. Das geheime Kabinett bewahrt alle Einrichtungsstücke mit erotischem Inhalt und häufig sehr aufgeschlossen, expliziten Darstellungen wahrhafter Akrobatik der Liebe, die ebenfalls in Pompeji gefunden wurden, auf. Leider wurden sie in der Zeit ihrer Entdeckung, dem Neapel der Bourbonen in der Mitte des aufklärerischen 18. Jahrhunderts für offensiv und skandalös gehalten. Aus diesem Grund wurden sie in einer getrennten Sammlung aufbewahrt und nur wenigen Gelehrten vorbehalten, denen nur mit Genehmigung der Behörden Einlass gewährt wurde. Zum Glück haben wir heute freien Zugang und können uns von der Kühnheit und dem Wagemut überraschen lassen, die unsere Vorfahren in diesen Bereichen manchmal zeigten.
Unser Tag in Pompeji ist eine faszinierende und komplette Reise in eine der bedeutendsten Epochen der Geschichte, des alltäglichen Lebens und der Kunst, die uns die Archäologie schenkte.