Ein Tag in Siena und San Gimignano (von Livorno): im Mittelalter leben
Die bezaubernde Poesie der Plätze, Türme und der mittelalterlichen Landschaften
Dauer: 9 Stunden plus Mittagspause
Preis für bis zu fünf Personen einschließlich Auto: 935 Euro
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Hauptsehenswürdigkeiten:
San Gimignano: Domplatz, Kirche Collegiata, Platz der Zisterne
Siena: Piazza del Campo, Palazzo Pubblico, Domplatz, Dom Santa Maria Assunta, Basilika von San Domenico

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Nachdem Sie von Bord gegangen sind, wird im Hafen ein Auto auf Sie warten und Sie nach San Gimignano fahren. Dort treffen Sie unseren Reiseführer und werden mit der Besichtigung von Siena und San Gimignano beginnen. Am Ende der Führung werden Sie wieder zurück zum Hafen gebracht.

Eine Reise in die mittelalterliche Architektur, in das Gedächtnis der Steine einer längst vergangenen Zeit, die diese Orte über Jahrhundert hinweg bewahrt hat und die uns wieder in den Alltag, die Wirtschaft und die Kultur des Mittelalters zurückbringt. Besonders in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters trug der Anstieg des Handels und die wachsende Zahl langer, beschwerlicher Wallfahrten -vor allem in Richtung Rom- zur Wirtschaftsentwicklung in Siena und San Gimignano bei. Der soziale Aufstieg der Kaufleute, der Umsturz der traditionellen politischen Mächte zu Gunsten der Einrichtung von Stadtverwaltungen mit breiter Beteiligung ihrer Vertreter und der neue Reichtum führten zu einer florierenden Bauaktivität von Türmen, Kirchen, Straßen und Palästen. Und dies alles eingerahmt von einer herausragenden Schönheit der Natur, die sich sanft wellend durch die unendlich malerischen Täler und Hügel, auf denen sich das Licht sanft abschwächt, um sich schlussendlich in den Wipfeln der Zypressen zu verlieren, zieht. Trotz der ursprünglichen Berufung dieser Orte werden sie jeden Tag durch die tausenden Besucher erneut auf die Probe gestellt. In diesen kleinen Städtchen und in der toskanischen Landschaft, die wir durchqueren werden, ist es noch heute möglich, die vergangene Harmonie zwischen Kultur und Natur, zwischen Mensch und Erdenzeit hautnah zu erleben.

San Gimignano: Reflexionen über die Geschichte
Es gibt Städte, die sich an den Küsten des Mittelmeeres erstrecken, fast wie aufschäumende Wellen, die sich vom Meer entfernt haben und am Ufer in kleine niedrige, weiße Häuschen münden; es gibt kleine Städtchen, die wie Bienenstöcke aus flachen Steinen, einer über dem andere, in die Berge steigen und es gibt Städte wie San Gimignano, in der Höhe gegründet, mit den Zypressen im Wettstreit stehend, wer wohl zuerst den Himmel berührt. Dies ist die Berufung San Gimignanos, auch wenn es schwer erscheint, sich den wahren Charakter der Stadt vorzustellen. Es ist diffizil, aus der Beschaffenheit dieser Plätze eine Art von Gefühl für die Menschen abzuleiten, die hier leben. Ob das Senkrechte ein Zeichen von Spiritualität ist? Offen gesagt, wird dies nicht deutlich und es scheint nicht so zu sein. War es eine Verteidigungsarchitektur? Handelt es sich um eine uneinnehmbare Struktur, die nach oben abgeschlossen war und von der es möglich war, der Gefahr entgegenzutreten? Aber dies war keine besondere Periode von Kriegen und Belagerungen. Das 13. Jahrhundert, das Goldene Zeitalter der Stadt, in welchem die reichen Herren vom Land in die Stadt zogen und ihre Wohnsitze mit Türmen verzierten, lässt eher an eine Ästhetik der Macht denken, an den Wunsch, sich entlang des Horizonts der Stadt zu übertreffen und sich zu behaupten. Es ging vor allem um die Suche nach Bedeutung, Ansehen und Macht.
Die Geschichte von San Gimignano, einer kleinen und anonymen Ortschaft, beginnt im 11. Jahrhundert dank seiner Lage auf der Via Francigena, der Straße, die die Pilger von Canterbury nach Rom brachte. Auf ihr trafen sich alltäglich aber nicht nur Mönche und Kardinäle, sondern auch Scharen von Kaufleuten mit ihren Lasten von Waren. Schon sehr früh wurde San Gimignano ein obligatorischer Zwischenstopp für die Reisenden der langen Strecke und nicht durch Zufall logierte hier der Bischof von Sigerich, der durch seine Tagebucheinträge, die er während der langen Rückreise von einem Treffen mit dem Papst im Jahr 994 machte, berühmt wurde. So wurde die Stadt dank des Fleißes der Einwohner schnell reich und im 13. Jahrhundert war die Stadt bereits ein aktives Zentrum, in dem die Safranzucht aufblühte, der für das Färben von Stoffen und Wolle– primärer Handel der Epoche- unerlässlich war und die Zucht der Maulbeere für die Seidenproduktion. Außerdem gab es zahlreiche kleine Werkstätten, die mit Leder, Keramik, Glas, Eisen und Kupfer arbeiteten. Über allem stand jedoch der Vernaccia, ein typischer Weißwein, der noch heute nur in dieser Region produziert wird und damals sogar bis über die Alpen exportiert wurde.
Für 1199 ist die Bildung der ersten Stadtverwaltung mit einem Bürgermeister belegt, ein Schritt in die Richtung der Emanzipierung der Städte, die sich so von der jahrhundertelangen Macht der Bischöfe lossagten. Sie ernannten ein wirkliches Regierungsorgan, an dem Vertreter der aufkommenden Klasse der Kaufleute beteiligt waren. Unter der neuen Verwaltung San Gimignanos und noch weiter im 13. Jahrhundert ragten mehr als 70 sehr hohe Türme in den Himmel, oft einer direkt neben dem anderen. In dieser Periode und bis Mitte des 14. Jahrhunderts überflutete der Luxus die Stadt und die Frauen stellten so übertriebenen die Schleppen ihrer Kleider aus hochwertigen Stoffen zur Schau, dass sich die Stadtverwaltung gezwungen sah, die maximale Länge auf 1 Meter 70 festzulegen, aber das hinderte die Frauen von San Gimignano dennoch nicht daran, auf übersteigerte Weise ihre Juwelen und Perlen vorzuführen.
Der Rückgang ließ aber nicht lange auf sich warten und machte sich ab dem 15. Jahrhundert in den Epidemien, den Machtkämpfen der verschiedenen Familien, der Unterwerfung unter Florenz, dem neuen Weg der Via Francigena unten im Tal bemerkbar und führte San Gimignano bereits ab dem 16. Jahrhundert wieder in die Bedeutungslosigkeit der Geschichte. So hat San Gimignano im Schatten seiner hohen Türme Jahrhunderte durchlebt, den täglichen Tagesablauf auf den Höhen seiner Mohn- und Getreidefelder, auf den Feldern volle Primeln und Sonnenblumen, bis hin zu seiner modernen Wiederentdeckung.

San Gimignano: der Besuch
Wir werden die kleine Stadt und ihre Mauern genauestens besichtigen, wir werden durch die Straßen und Gassen laufen, Kunstwerkstätten und Enotheken besuchen, kleine sonnige Winkel und Ecken und aufwärtsführenden Gassen entlangbummeln und schließlich auf zwei Plätzen innehalten: zuerst auf der Piazza Duomo, dem Domplatz, mit der wunderschönen romanischen Kirche Collegiata des 12. Jahrhunderts, in welcher sich Fresken zahlreicher toskanischer Künstler befinden wie z. B. die Schaffung der Welt von Bartolo di Fredi, Das jüngste Gericht von Taddeo di Bartolo – der uns im Bereich der Hölle nicht die furchtbaren Bilder der weltlichen Folter erspart -, und die Kapelle der Heiligen Fina mit ihren wunderschönen Fresken über das Leben der Heiligen von Domenico Ghirlandaio, ein kleines Meisterwerk der Renaissance. Der andere Platz ist die „Piazza del Cisterna“, der „Platz der Zisterne“ aus dem 13. Jahrhundert mit einem Brunnen in seiner Mitte von dem sich der Name abgeleitet. Der dreieckige, leicht ansteigende Platz, die bezaubernden Häuser und die Türme, die auf den Platz ragen und sogar die Pflasterung noch aus Ziegelsteinen, die wie Fischgräten angeordnet sind, sind alle im ursprünglichen Stil der Zeit erhalten.
Den letzten Halt machen wir an der antiken Rocca, einem wunderschönen Ort, einem Olivengarten, begrenzt von einem antiken Mauerring, der im Frühjahr von Blauregen bedeckt ist. Der Ausblick von 360 Grad über die gesamte Stadt, auf den Chor ihrer Türme, auf die toskanischen Hügel, die sich am Horizont im Himmel verlieren, wird uns einen unvergesslichen Eindruck bescheren.

Siena: Reflexionen über die Geschichte
Es gibt Städte, die sich lang und eng, rückseitig der Berge auf Landzungen oberhalb des Meeres, die wie für sie gemacht scheinen, erstrecken; es gibt Städte, die Töchter des Flusses sind, der an einem bestimmten Punkt seines Laufes ruhiger und langsamer wird und somit leichter zu überqueren ist. Es gibt Städte, die sich auf einer uneinnehmbaren Anhöhe befinden, die ganze Täler beherrscht und auf welcher ein Tempel oder eine Kirche emporragt und es gibt Städte, die Täler für Menschenversammlungen haben, für Massenfeiern, wo man sich versammelte, wo man Siege bejubelte oder bei Niederlagen gemeinsam weinte, wo man das Leben hochleben zu ließ oder auch dem Tod gegenübertrat.
Städte wie Siena haben sowohl den einen als auch den anderen Ort: Der Dom in der Höhe ist der älteste Ort, der religiöse Altar der Stadt und Ort der ersten politischen Macht. Und der Campo, das politische Zentrum der autonomen Stadt, die mit der Regierung der Neun eine Institution von Vertretern der Kaufleuten schuf, die die Stadt regierten, ein neuer Bereich, der sich vom Markt zu politischen Dimensionen erhob und zu eben diesem Zweck konzipiert und erbaut wurde- mit besonderem Blick auf das Rathaus, dem Sitz der Regierung. Und dennoch hatte keiner dieser Orte eine natürliche Berufung für die menschliche Einnahme und zur Verteidigung, daher ist Siena vor allem Tochter der Straße, sie ist Tochter der Händler und der Kultur, Tochter der Via Francigena, die nach der langobardischen Invasion Norditaliens zu Beginn der 7. Jahrhunderts die sicherste Verbindungsstraße zwischen dem Zentrum Europas, dem Norden Italiens und Rom wurde.
Die demografische, ökonomische und politische Entwicklung Sienas zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert ist stark von ihrer Lage an einer der größten Kommunikationsarterien des Mittelalters geprägt. Ausgehend von der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die politische Macht, die bislang in den Händen des Bischofs lag, einem Kollegium von Konsuln anvertraut, während hingegen die schnelle Ausbreitung des Marktes und die Schaffung der örtlichen Münze eindeutige Hinweise auf den Willen der Seneser nach Autonomie und neuen republikanischen Institutionen liefern. Auf die gleiche Periode gehen die Urkunden der Unterordnung der verschiedenen Burgen des Umlandes (das Seneser Land) zurück, die am 15. August zu Marie Himmelfahrt dazu angehalten waren, der Mutter Gottes in einer langen Prozession zum Dom, unter den wachsamen Augen der städtischen Autorität, deren Souveränität man anerkannte, teure Kerzen zu offerieren. Außerdem wird zu dieser Gelegenheit zu Ehren der Jungfrau ein „Palio“ dargeboten, das Banner aus feinstem Tuch, welches dem Sieger des gleichnamigen Pferderennens, welches quer durch die Straßen der Stadt organisiert wird, ausgehändigt wird.
Die Regierung der Konsuln stellte jedoch nur die städtische Aristokratie und wurde schnell durch die Regierung der Podesta ersetzt, an der auch die neuen aufsteigenden Klassen teilnahmen: die Groß- und Einzelhändler zusammen mit Bankieren und Handwerkern, wie Metzger, Schmiede, Schuster, Woll- und Seidenweber. Es sind aber vor allem die Senesischen Bankiere, die der Stadt durch ihre Kreditvergaben, Wechsel und Depots Glück bringen und Siena vor den ökonomisch aktivsten Zentren Europas schützten. Einige von ihnen schafften es sogar, die Rolle des “Campsores Domini Pape” einzunehmen, d.h. sie trieben die Einkünfte des Papstes ein und häuften mit Spekulationen über den Wechsel wahre Reichtümer an. Aber zur gleichen Zeit wurde Siena zu Beginn des 12. Jahrhunderts auch berühmt für die Bildung wahrer Rechts- und Medizinschulen und nachfolgend auch anderer Wissenschaften, die später in der Gründung einer Universität für Lehrer und Schüler konvergierten.
Es kam wie es kam und die Zahl von 15.000 Einwohnern in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts verdoppelte sich bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts und erreichte in den 20-30er Jahren des 14. Jahrhunderts die 50.000. Das goldene Zeitalter der Stadt ist die Zeit nach der blutigen Schlacht von 1260 zwischen Siena und ihrem historischen Antagonisten Florenz mit Tausenden von Toten. Dies führte schließlich 1287 zur Errichtung der Regierung der Neun, die den Kaufleuten der Stadt anvertraut wurde und aus der ausdrücklich Aristokraten, Notare, Richter; Männer der Waffen und sogar Ärzte ausgeschlossen waren. Unter der Regierung der Neun erblühte die Stadt, es wurden der Campo, der Palazzo Pubblico (Rathaus), der Torre del Mangia (Rathausturm) und der Dom errichtet und natürlich, trotz der Eindringlichkeit der Propaganda, mit welcher diese selbst die “Sala della Pace”, den Friedenssaal des Palazzo Comunale im Jahr 1338 von Ambrogio Lorenzetti mit dem Freskenzyklus zum Thema der “Guten Regierung” schmücken ließen, wurden zahlreiche Ziele erreicht, wie die Entwicklung des Hospitals Santa Maria, ein Zufluchtsort für Pilger, Arme und Kranke, der Schutz der Straßen, die Befriedung verschiedener Ortsteile und es wurden große Kunstwerke bei den größten Künstlern der Zeit in Auftrag gegeben.
Der Abstieg von Siena ist durch die schreckliche Pest von 1348 gekennzeichnet, die die Bevölkerung halbierte, von brudermörderischen internen Kämpfen, von der Besetzung durch die spanischen Truppen Kaisers Karl V. zu Beginn des 16. Jahrhunderts und der endgültigen Unterwerfung unter das von der Medici- Dynastie regierten Florenz. Während die Stadt stirbt und die Vitalität, die sie einst besaß verliert, sind es eben diese Medici, die ihre historische Berufung betonen und das Wiederaufleben der Volksfeste fördern. Und so wurde der Palio, das berühmte Rennen der Pferde, die als Vertreter der einzelnen Viertel der Stadt fungieren, auf dem Hauptplatz des Campo ab dem 17. Jahrhundert immer mehr zu einem Symbol Sienas, in Gedenken an seine mittelalterlichen Traditionen.

Siena: der Besuch
Während unseres Rombesuchs lassen wir uns von dem unendlichen Straßengewirr führen bis wir einen geheimen Brunnen, eine alte Straßenabzweigung, eine kleine Kirche und die zwei großen Plätze erreichen. Die Stadt, fast perfekt erhalten, lebt vor allem im Charme der vielen kleinen Gassen, in ihrem unvorhersehbaren Verlauf, in den antiken Inschriften, in den kleine Eisenringen, die an den Fassaden der Paläste angebracht sind und seit Jahrhunderten dem Festbinden von Pferden dienen. Die Piazza del Campo ist ein außergewöhnlicher Platz, konkav und geschlossen durch eine fast ununterbrochene Reihe wunderschöner Paläste und doch offen, hochgezogen gegen die Unendlichkeit durch die besondere bergauf gerichtete Form. Es ist ein Platz, der einen in seinem Zentrum aufnimmt, in seinem Inneren, das wie eine umgekippte Muschel erscheint, aber dennoch, vielleicht durch den merkwürdigen Wettbewerb des sehr hohen und dünnen Turms sowie dem Palazzo Pubblico, zugleich unterbrochen ist und in die Höhe weist. Die Piazza del Campo ist ein Symbol der Gemeinde, einer republikanischen Staatsform, an der eine beträchtliche Zahl von Bürgern teilnahm, die sich hier versammelten- nicht nur um Markt abzuhalten, sondern um am politischen Leben der Stadt teilzunehmen. Wie werden die Aufmerksamkeit auf den architektonischen Stil des Palazzo Pubblico lenken, dessen Arbeiten am Ende des 13. Jh.s begonnen wurden, auf seine Ähnlichkeit mit dem Palazzo della Signoria in Florenz, auf die Gesetze mit welchen bereits ab 1297 die Häuser, die auf den Platz blickten, gezwungen wurden, nur Bi- oder Triforienfenster einzusetzen und auf die Bedeutung des Torre del Mangia.
Die Piazza Duomo ist im Gegensatz dazu ein ungleicher Platz, aber dennoch wird mit einer ähnlichen Kontraposition der Elemente gespielt, die im Laufe der Zeit zusammenkamen. Auf die mächtige ursprüngliche Struktur addieren sich im 13. Jahrhundert die Verkleidungen aus weißem und schwarzem Marmor und die herrliche Fassade, betont in der Höhe, aber in einer ruhigen Höhe und elegant und kräftig in den Dekorationen der Portale von Giovanni Pisano. Das Nebeneinander unterschiedlicher Stile und Elemente dieser wunderschönen Fassade, der unendliche Reichtum des Innenraums des Doms, die architektonische Gestaltung dieser Räume und sein auf der Welt einzigartiger Fußboden mit Marmorintarsien werden ausführlich besprochen. Schließlich werden wir uns den verschiedenen Meisterwerken, die der Dom einschließt, widmen und sie zu schätzen lernen, in dem wir die verschieden Phasen des Übergangs von der mittelalterlichen Kunst zu der der Renaissance erfassen und besprechen und gleichzeitig die neue Art des Modellierens von Figuren, die Suche nach Volumen und Körperlichkeit in einem dreidimensionalen Raum genießen. Von der Kanzel des Nicola Pisano zum Grabdenkmal des Kardinals Petroni von Tino di Camaino, von der Bronzestatue des Heiligen Johannes der Täufer voller Kraft und Ausdruck von Donatello (aus der selben Zeit der Magdalena, die in den Uffizien aufbewahrt wird) zu den liebeswerten Engeln aus Bronze, die die Kandelaber des Beccafumi halten, von den berühmten Fresken der Renaissance des Pinturicchio in der Piccolomini- Bibliothek zu den Barockstatuen des Heiligen Hieronymus und der Maria Magdalena von Bernini wird der Rundgang im Zeichen der Kunst abschließen.
Wir beenden die Führung mit einem kleinen Spaziergang zum Hügel, auf welchem sich die Basilika von San Domenico erhebt. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut, nur wenige Jahre nach dem Tod des Heiligen. Es ist ein Ort voller Ruhe und Poesie, an welchem unser Besuch abschließt. Von hier aus können wir nochmals unsere Blicke über die bezaubernden Landschaften der Toskana gleiten lassen, die wir bereits anderenorts bewundert haben, aber an diesem Punkt sind die sichtbaren Horizonte nun mit den Erlebnissen der Frauen und Männer, die die Gegenden im Laufe der vielen Jahrhunderte durchquert haben, in ihnen gelebt und geliebt haben, angereichert.