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Diese Führung erkundet zwei verschiedene Gebiete und Epochen der Stadt und verdeutlicht damit den - vor allem seit der Renaissance - enormen Einfluss, welchen das künstlerische Erbe der antiken Stadt ausgeübt hat auf die Entwicklung der Stadt der Renaissance und des Barock. Während sich der erste Teil der Tour mit der Stadt und ihrer Kultur zu Zeiten Julius Cäsars befasst, steht der zweite Teil, nach einem guten Mittagessen, unter dem Thema der Stadt und Kultur Michelangelos und der folgenden Entwicklungen.
Das Forum
Die Iden des März sind verbunden mit einem entscheidenden Tag der römischen Geschichte. Der 15. März des Jahres 44 n.Chr. ist es, an dem der Mann, der die Grenzen Roms bis nach Gallien und Ägypten ausdehnte, der vom Volk grenzenlos gepriesen wird und sich selbst in Szene setzt fast wie ein Gott auf Erden, nun barbarisch ermordet wird durch die Hände einer Gruppe von Senatoren, die ihm vorwerfen, die Institution der Republik entmachtet und die Staatsidee Roms aus Eitelkeit verraten zu haben. Sein Blut, vergossen auf dem luxuriösen Marmorboden der Curia des Pompeius, direkt unter der Statue dieses Letzteren, ist im Lauf der Geschichte Symbol, Legende und Mythos geworden. Entlang des Ablaufs des letzten Tages Julius Cäsars durch die Straßen Roms vergegenwärtigen wir uns den geschichtlichen Kontext, der stark durch den Zufluss von Reichtümern und verschiedenster Ansichten aus den eroberten Gebieten geprägt wurde, und sein Leben, das gänzlich auf den Erwerb der Macht unter den politischen Umständen der Zeit ausgerichtet war. Wir führen Sie in die Häuser, die Kultur und das alltägliche Leben der Menschen der größten Metropole der Antike. Auf dem großen Freiplatz des Forums, wo sein Leichnam nach den Beerdigungsritualen der vielen Senatoren verbrannt wurde, werden auch Sie Anteil haben an diesem und anderen bedeutungsschweren Ereignissen der Stadt Rom, und dabei Cicero und Catilina treffen wie auch den Kaiser Augustus und seine Nachfolger, darunter Marc Aurel, Hadrian, Commodus, Caracalla und Konstantin: dies alles gerade an diesem magischen Ort, der voller berührbarer Erinnerung ist, wenn man bedenkt, dass auf den Steinplatten der Via Sacra heute noch die Rillen der Metallräder der Wägen, die hier unterwegs waren, zu sehen sind, wie sich auf den Stufen der Basilica Giulia bis heute in den Marmor geritzte Felder antiker Spiele erhalten haben.
Während wir den Tempel von Antoninus und Faustina, den Titus-Bogen und den Septimius-Severus-Bogen, die Maxentius-Basilika, den Senat, das Haus und den Tempel der jungfräulichen Vestalinnen, den Saturn-Tempel, den Tempel für Divus Julius und alle anderen maßgeblichen Orte durchqueren, lassen wir Sie eintauchen in die politischen Aktivitäten und religiösen Rituale des antiken Roms und in die verblüffende Ausbreitung seines Reiches, das sich gegen Ende des 1. Jhr. n.Chr. von Nordafrika bis England, von Spanien bis zur Türkei erstreckte und in Rom Waren, Technik, Ideen und nie gesehene Wunderwaren zusammenfließen ließ. Elementarer Teil unserer Führung wird es sein, in diesem großen und beeindruckenden Puzzle von mächtigen, nur so aneinander gereihten Ruinen die ursprünglichen Gebäude auszumachen, deren Formen und Funktionen wie auch ihre Bedeutung zu verstehen für die Römer jener Zeit, unter der Perspektive ihrer Gesetze, Institutionen und religiösen Praktiken.
Das Kolloseum
Nach dem Konstantins-Bogen mit seinen im Lauf der Zeit oft neu adaptierten Friesen betreten wir das Kolloseum um dort einen der rätselhaftesten und grausamsten Aspekte der römischen Geschichte zu rekonstruieren. Wir richten unser Augenmerk auf die Konstruktionstechniken, auf den Aufbau und die ursprünglichen Dekorationen, auf die Art, wie die Gladiatorenspiele organisiert wurden und abliefen nach den verschiedenen Phasen der Massenekstase im Lauf eines ganzen Tages in der Arena. Ebenso werden wir besser verstehen, wer die Gladiatoren waren, wie sie ausgebildet wurden und was die Rolle war, in der Gesellschaft und in der kaiserlichen Propaganda, die diese Spektakel des Todes, extrem verbreitet und fast gänzlich unhinterfragt, spielten für eine komplexe und multiethnische Gesellschaft jener Zeit. Auch in diesem Fall werden wir zudem weniger bekannte Aspekte einfließen lassen wie die Liebesgeschichten, die rund um die Arena blühten und von den Schriftstellern dieser Zeit gut dokumentiert wurden, und auch die religiösen Wurzeln der Spiele in der etruskischen Kultur, deren erste Feiern tatsächlich auf dem großen Freiplatz des Forums statt fanden. Die aufeinander folgenden und kaum vorstellbaren Phasen der Geschichte des Kolloseums, die bis heute sichtbaren Spuren der langen Jahre der Vergessenheit und der Wiederverwertung bis hin zur modernen neugewonnenen Achtung, werden unsere exklusive Reise in die Welt der Gladiatoren abrunden.
Die großen Plätze Roms und seine kleinen zeitlosen Ecken
Als erstes steuern wir die Anhöhe des kleinen Kapitol-Hügels an, der die ganze Senke des Forums dominiert mit einer wunderbaren Aussicht auf die Tempel und die anderen Gebäude der antiken Stadt, die auch die Position des Forums im Zentrum der städtischen Entwicklung deutlich werden lässt. Wir werden uns der außergewöhnlich dichten Geschichte widmen, die dieser Hügel seit dem 5. Jh. v.Chr. erlebt hat, als dort die wichtigsten Tempel der antiken Stadt entstanden. Über die verschiedenen Zwischenstadien gelangen wir zur Neugestaltung des Platzes, die Michelangelo anvertraut wurde, und zu seiner meisterlichen Gestaltungskraft, welche ihn dank der harmonischen Anordnung einer Handvoll genialer architektonischer Elemente ein ganz neues Raumerlebnis schaffen ließ. Von hier aus durchqueren wir das jüdische Viertel mit einem Stopp beim bizarren Schildkröten-Brunnen (so wird er von den Römern genannt) und erreichen den Largo Torre Argentina, einen meist wenig beachteten Ort, wo sich in einem Gewirr von Straßen die gewaltigen Säulen von vier Tempeln aus republikanischer Zeit erheben, darunter einem aus dem 3. Jh. v.Chr., der im Mittelalter in eine Kirche umgewandelt wurde. Diese Anlagen verschmolzen mit den Gebäuden, die im Lauf der Jahrhunderte darüber empor wuchsen und traten erst wieder zu Tage, als man 1928 mitten in faschistischer Zeit jene Letzteren abriss um die originalen Strukturen wieder sichtbar zu machen.
Die Piazza Navona, der Grund für ihre ungewöhnliche Form, die faszinierende Geschichte des Vier-Ströme-Brunnens von Bernini, die symbolische Bedeutung dieses Aufbaus mit dem dominierenden Obelisken und die wunderschöne Kirche der Hl. Agnes von Borromini, ungeachtet des Konkurrenzkampfes dieser zwei großen Künstler, ihr unterschiedlicher Charakter und ihr divergierendes Kunstverständnis im bewegten Klima des römischen Barocks werden nun das Thema unserer Tour bestimmen. Zugleich lässt uns eine Reihe kleiner zeitvergessener Ecken voller uralter Poesie hier und da eintauchen in die Farben des Lebens einstiger Zeiten.
Das Pantheon, ein unsterblicher Monumentalbau der römischen Architektur, ein beeindruckendes Werk ineinander geschachtelter Segmente, ein lebhaftes Spiel mit offenen und geschlossenen Raumteilen und der geniale Einfall der großen Öffnung auf das Unendliche hinaus, mitten in der riesigen Kuppel, wird den zentralen Platz in unserer Führung einnehmen mit den verschiedenen zugehörigen Themen: von den Überlegungen Michelangelos – er nannte es ein göttliches, nicht menschliches Konzept, hin zur baulichen Meisterschaft, von den dort Statt findenden Ritualen bis zu den Zeiten seiner Nichtbeachtung, von der Umwandlung zur Kirche im Mittelalter hin zum Begräbnis eines noch sehr jungen Raffaels, der unter den Tränen tausender Römer hier bestattet wurde.
Die Ausgelassenheit des Wassers und die ansteckend erfrischende Macht von Strömen und Quellen bilden das Motiv des Trevi-Brunnens, dieser traumhaften Fassade welche in die Kreuzung dreier antiker Straßen hineingebaut wurde. Ozeanos und seine von wunderlichen geflügelten Pferden begleiteten Tritonen treten hervor aus der soliden Architektur der Häuser, die sich verlängern und verwandeln in Felsen, in Formen neuen Lebens, begleitet vom fröhlichen Tosen des Wassers. Der Trevi-Brunnen ist zudem der klarste Ausdruck der Verbindung des antiken Roms zu dem modernerer Zeiten: der alte, zu Zeiten des Agrippa erbaute Aquädukt (nur wenige Jahrzehnte nach Julius Cäsars Tod), seine in die Friese des Brunnens eingeschriebene Gesichte, der triumphale Bogen, welcher an jenen des Forums Vorbild nahm, die Fenster und Gesimse, die den Fassaden der Kapitols-Gebäude nachempfunden wurden, sind nur einige der Elemente, die Vergangenes zitieren, Traditionelles bestärken und Neues hervorbringen – auf der Grundlage der Kenntnis des Alten.
Wünschen Sie, die Stadt umfassend zu besichtigen, empfehlen wir Ihnen, auch unsere Kleingruppenführung "Vatikanische Museen und Petersdom" sowie "Unterwelt Roms" zu beachten.
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