| GALERIE BORGHESE | |||
Wenn sie eine große Reise durch die Kunstgeschichte
unternehmen und die Hauptwerke bedeutender Künstler aus diversen
Epochen kennen lernen wollen, ist in Besuch in der Villa Borghese
unverzichtbar. Doch in diesem einzigartigen Museum werden sie nicht nur
die Künstler und ihre Kunstwerke sehen, sondern auch etwas über
jene bedeutenden Männer der Zeitgeschichte erfahren, die das Zustandekommen
der prächtigen Kunstsammlung ermöglicht und deren Ruhm entscheidend
befördert haben. In der Villa Borghese – selbst ein architektonisches Kunstwerk und
in einem prächtigen Park gelegen – werden wir sie zunächst
in das Leben von Papst Paul V. einführen und die entscheidende
Rolle erläutern, die sein Neffe Scipio an seinem fürstlichen
Hof innehatte. Scipio wird, zwei Monate nachdem sein Onkel zum Papst gewählt
wurde, gerade zwanzigjährig zum Kardinal ernannt. Begabt mit künstlerischem
Gespür, gelingt es ihm schon bald die bedeutendsten Künstler
an den päpstlichen Hof zu holen – darunter Bernini und
Caravaggio – und initiiert somit den Beginn und die Entwicklung
des römischen Barock. Gleichzeitig entwickelt Scipio sich
zum aufmerksamen und erbarmungslosen Kunstsammler, der beherzt
die großen Meisterwerke der Antike erwirbt. Damit beginnt er eine
bedeutende Sammlung von Kunstschätzen, die über die Jahrhunderte
stets ergänzt wurde: begonnen mit der wunderschönen Statue
der Artemis (seltenes Original eines großen griechischen Meisters
aus dem 4. Jh. v. Chr.), über die der Isis (aus dem 2. Jh.
V. Chr.) aus schwarzem Marmor, bis hin zum Hermaphroditen (aus
dem 1. Jh. n. Chr.) – mit all seinen faszinierenden Wandlungen,
die diese Figur seit der Antike unterworfen war. Des weiteren erwirbt
Scipio Mosaiken, auf denen Gladiatoren abgebildet sind und die
in die Zeit des 4. Jh. n. Chr. datiert werden, sowie den Tanzenden
Satyr (aus dem 2. Jh. n. Chr.) und den berühmten Bacchus
(ebenfalls auch dem 2. Jh. n. Chr.). Von hier bis zur Renaissance
kann man die neue Art zu leben und zu zeichnen in den Werken von Raffael,
Perugino, Correggio und anderen bewundern, die sich allesamt
in der Galleria Borghese finden. Neue Farben und Figuren kommen auf und
die Menschen werden in nie zuvor da gewesener Weise mit typisch menschlichen
Gesten und individueller Details ausgestattet, gemalt. Ohne Zweifel nehmen
die Werke von Bernini eine zentrale Rolle ein, von dem man hier die einzigartigen
Skulpturen wie Aeneas und Anchises, die der Wahrheit oder jene von Apollo
und Daphne bewundern kann. Der hl. Hieronymus – ein Selbstporträt Caravaggios,
im Kleide des Bacchus – und andere eindrucksvolle Kunstwerke erlauben
einen Einblick in das Wesen des Meisters des Helldunkels, der ein unbedeutendes
Leben führte, seinen Selbstmordversuch unternahm, aber eben sehr
großes künstlerisches Talent besaß. Es lohnt sich, sich für die bedeutendste Kunstsammlung der Welt ein
wenig Zeit zu nehmen und die einzelnen Werke auf sich wirken zu lassen.
Sie erzählen sowohl von den Künstlern selbst, aber auch von
der Zeit, in der sie entstanden sind. Doch nicht nur das, geben sie doch
auch einen Einblick in das Menschenbild vergangener Epochen und schärfen
uns heutigen Betrachtern den Blick für die Kunst. |
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5 Personen): € 190 10% Rabatt für Reservierung 2 Wochen vor dem Führungsdatum: € 170 |
Dauer: 3 Stunden | ||
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