| EIN TAG IN FLORENZ | ||
Unser Reiseführer wird Sie nach Ihrer Ankunft in Florenz auf dem Bahnhof Santa Maria Novella treffen (die Reise Rom-Florenz dauert mit dem Eurostar circa 1.5 Stunden und wir können uns darum für Sie kümmern). Falls Sie mit dem Auto privat ankommen wollen, wird er Sie an dem zuvor verabredeten Treffpunkt abholen. Von dort beginnen wir unsere Reise durch die italienische Renaissance, durch die großen politischen, sozialen und ökonomischen Wandlungen, die zur dieser in der Geschichte der Kunst einzigartigen Epoche führten, für die Florenz wie keine andere Stadt steht. Unsre Führung fängt auf dem Piazza Duomo (Münsterplatz) mit seinem wunderschönen Baptisterium an, das auf dem oktogonalen Grundriss des 12. Jh.s wieder erbaut wurde. Dort bewundern wir die prachtvollen Mosaiken und das berühmte Tor von Ghiberti, einem großartigen Goldschmied, dessen Meisterstücke uns direkt in die stürmischen Bewegungen und Revolutionen zurückversetzen, die in der Kunst am Ende des 14. und am Anfang des 15. Jh.s stattgefunden haben. Ghiberti erhielt diesen Auftrag dank des innovativen Charakters seiner dargestellten Muster erst nach einem heftigen Wettbewerb, an dem auch der berühmte Donatello teilgenommen hatte. Auch die Geschichte des Kuppelbaus ist erzählenswert: Sie blieb jahrhundertlang unter freiem Himmel offen und unbeendet, bis Brunelleschi, sein Genius und technischen Möglichkeiten seiner Zeit benutzte, um die größte Kuppel seiner Zeit, nach dem römischen Pantheon zu errichten. Die Zeit Brunelleschis ist zugleich die goldene Zeit dieser Stadt, in welcher die Bänke, die Fabriken und die Florentiner Kunst zu den Berühmtesten in ganz Europa gehörten. Als Nächstes bewundern wir die berühmtesten Statuenfiguren von Florenz in der Galleria dell’Accademia. Michelangelo schuf sie während seines letzten Lebensjahres: der berühmte David, der biblische Held, der gerade dabei ist, den Riesen Goliath zu töten und der in sich die Kraft des Schönen verkörpert und von dem man meinen könnte, er schaue einen mit seinem scharfen und durchdringenden Blick an. Diese Statue stellt ein unvergleichbares Meisterstück an Gleichgewicht, Harmonie und Schönheit dar, das nur ein von der göttlichen Gnade begünstigter Mensch, schaffen konnte: Michelangelo. Ihm gelangen gnadenvolle Kunstwerke sogar in quälerischen Stunden der Arbeit an der nicht beendeten Statue der „Gefangener“. Seine beunruhigenden und modernen letzten Kunstwerke waren eine der wichtigsten Inspirationsquellen für die Skulpturen Rodins. Von dort gehen wir weiter durch die luxuriöse Via dei Calzaiuoli (die Schuhmacherstraße) und gelangen an die Piazza della Signoria, das politische Herzstück der Renaissancestadt. Die Piazza und die alten Gebäude zeugen vom Entstehen einer von der Kirche unhabhängigen Macht und den darauf folgenden Kämpfen zwischen Partei und Familie, in denen sich die Familie Medici, die zugleich der größte Förderer der Kunst war, durchsetzte. Die verschiedene Säle der Gebäude erzählen uns die Geschichte von den unterschiedlichsten Zeiten der Stadt und der Familie Medici, die damals auf dieser Piazza wohnte. Auf diesem Platz ermahnte auch der Mönch Girolamo Savonarola das Volk von Florenz leidenschaftlich und streng zur Reue und starb auf demselben schließlich auch des schrecklichen Feuertodes. Nach einem guten Mittagessen mit einem ausgezeichnetem Glas toskanischen Weins, sind wir gestärkt, um die Uffizien zu besuchen und die vielen Künstler zu treffen, die der Stadt ihren weltbekannten Ruhm schenkten. Kunstwerke von Giotto, Masolino, Filippo Lippi, Botticelli, Leonardo da Vinci, Raphael und Michelangelo lösen im Betrachter eine Flut an Ideen und Gefühlen aus und erzählen von den unsterblichen Lebensgeschichten ihrer Schöpfer. Der Gang durch die Uffizien wird somit eine großartige Reise durch den gesellschaftlichen Wandel, der Künstler und Menschen veranlasste, Gott und sich selbst anders zu begreifen und in dem sich ein neues Menschenbild formierte, was man an den Gesten, Ausdrücken und Haltungen der künstlerisch Figuren erkennen kann, die beides – sowohl menschlich als auch göttlich sind. Auf diesen Bildern erscheint bspw. die Madonna, mit dem sie zärtlich umarmenden Jesuskind, zugleich göttlich-wunderschön als auch menschlich. Von dort her wenden wir uns zur Ponte Vecchio,
die viele Künstler aus jeder Zeit liebten und malten. Von dieser
in ihrer Art einzigartigen Brücke aus, kann man die Schönheit
von Florenz bewundern und hat eine bezaubernde Aussicht auf den Fluss
und die Ufer des Arno. Beim Palazzo Pitti, der der mit
der Familie Medici rivalisierenden Familie Pitti gehörte, können
wir die aus dem 18. Jh. stammenden Gärten des Architekten Boboli
bewundern. Vertieft in der Eleganz dieser Gärten und voll von klassischen
Erinnerungen, beenden wir unsre großartige Reise durch die Geschichte
und Kunst von Florenz. |
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| Gesamtpreis bis 5 Personen: 350 € | Dauer: 6 Stunden plus Mittagspause | |
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